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Andi Popp und die Junge Freiheit

Dienstag, 15. September 2009

Es wurde schon einiges gesagt, egal ob bei Spreeblick, f!xmbr oder von Andie selber.

Es fällt auf, dass gerade die bekannteren Blogs Andi sehr lauthals kritisieren und ihm mangelnde Medienkompetenz vorwerfen, es wird auch “unwählbar!” geschriehen und dem ersten Teilsatz muss ich zustimmen. Immerhin war ich auch einer der Ersten (vllt. sogar der Erste) der ihn per Twitter und in den Comments seines Blogs dafür kritisiert hat und das als Pirat! Mir soll jetzt nur keiner kommen mit “du bist echt unsolidarisch!”, darum geht es nicht. Wer einen Fehler gemacht hat, muss auch die Schelte dafür kassieren. Betrachten wir es doch andersrum: Es hätte niemand sich dazu geäußert. Was wäre passiert? Vllt. hätte er ihnen noch ein Interview gegeben oder einem anderen unsauberen Käseblatt. Jetzt kassiert er ordentlich und wird in Zukunft so einen Fehler nicht nochmal machen.

Dadurch werden die Piraten aber noch lange nicht unwählbar. Fehler passieren, die Piratenpartei muss auch erstmal anfangen zu lernen wie man “geht”, dass lässt sich einfach nicht vermeiden. Hier ziehe ich auch gerne den Vergleich mit den Grünen, wieviele Fehler gab es da am Anfang? Wieviele politisch nicht korrekte Mitglieder hatten die? Und ein noch ganz anderer Faktor spielt bei der Piratenpartei noch eine enorme Rolle -> das Internet. Die Informationen lassen sich unglaublich schnell verbreiten und das Internet vergisst nichts, hätte es das früher gegeben, ich bin mir sicher, die Grünen wären niemals im BT gelandet.

Fazit:
Aus Fehlern lernen und in Zukunft vorsichtiger sein.

Rhein-Zeitung streicht Piraten aus der Umfrage-Liste [2. Update]

Freitag, 4. September 2009

Die RZonline hat die Piratenpartei soeben aus der Umfrage der Sonntagsfrage gelöscht, dazu gab es noch ein pikantes Kommentar von der Redaktion:

Autor: RZ-Online-Redaktion
Datum: 04.09.09 15:21

Liebe Piratinnen und Piraten,

wir haben euch eine Extra-Abstimmung gewidmet, damit ihr euch im Netz verabreden und alle gemeinsam für eure Partei stimmen könnt!

Bitte nutzt die Chance, ganz ohne Klick-Karawanen, ohne IP-Spoofing oder sonstige Expertentricks eure Partei unterstützen zu können – 100% sind keine Utopie!

Die “Alten” können unterdessen die andere Abstimmung für die Welt außerhalb des WWW nutzen.

Liebe Grüße

Jochen Magnus & KollegInnen der RZ-Online-Redaktion

[1]

Was soll man dazu noch sagen? Offensichtlich wird der PP Wahlmanipulation vorgeworfen … ich würde eher sagen, dass ein großer Teil der Internetnutzer wirklich für die Piraten ist und sie in der Umfrage deswegen so hohe Werte erzielt haben.
Man schaue sich alleine die Zahlen aus der socialmedia Plattform studiVZ an:

Umfrage studiVZ

Umfrage studiVZ

Anhänger der Parteien
Piratenpartei: 61.158
CDU/CSU: 22.080 / 4.141
SPD: 20.219
FDP: 21.290
die LINKE.: 12.289
Grünen: 20.276

Also liebe RZ-Redaktion, vllt. solltet ihr eure Entscheidung nochmal überdenken? :)

Update:

Offensichtlich wurde die Umfrage nun rausgenommen, jedenfalls sieht man sie nicht mehr. Vielleicht gibt es auch irgendwo ein Statement von der Redaktion dazu? Wenn jemand was findet, einfach mir den Link schicken oder in die Comments schreiben.
Und ich muss mich korrigieren, es wird Parteisympathisanten vorgeworfen (mMn durch den Wortlaut) die Umfrage manipuliert zu haben (danke @Marc).

2. Update:

Nun hat sich Jochen Magnus von der RZ zum Sachverhalt geäußert.
Wie bereits geahnt, wurde die Umfrage nur entfernt, weil in Twitter und anderen socielmedia-Plattformen dazu aufgerufen wurde, an der Umfrage teilzunehmen. Früher (wann?) soll diese Umfrage der RZ wohl eine gewisse Aussagekraft gehabt haben, was nun aber nicht mehr so ist.
Wir stellen fest: Auch das Internet entwickelt sich weiter, genau wie die Informationsverbreitungsmöglichkeiten! Wer da am besten mitmischt, hat die besten Karten für zukünftige Wahlen, Aktionen, etc. Es ist sozusagen der Heimvorteil der Piraten und anderen Organisationen, die hauptsächlich über das Internet kommunizieren.

[1] http://rhein-zeitung.de/forum/read.php?f=3359&i=2&t=2

Ursula von der Leyen vs. Pressefreiheit

Montag, 24. August 2009

Stein des Anstosses ist unter anderem dieses Video vom Spiegel TV:

vdL auf Youtube

Man sieht hier wieder deutlich alte Muster der Informationsbegrenzung und -kontrolle:

  • Pressefreiheit gilt nicht für alle, nur für die die erwünscht sind
  • Kritische Fragen möchte man nicht riskieren
  • Es wird nur das veröffentlicht, was sie möchte

Wenn man sich die Berichte aus der lokal Presse zu diesem Ereignis anguckt, dann wird nirgendwo erwähnt, wie diese Reporter behandelt wurden.[1]

Ich könnte es verstehen, wenn die Reporter sehr aufdringlich gewesen wären und die ganze Veranstaltung wegen ihnen nicht vorwärts käme, aber genau das ist nicht passiert und wäre aller Wahrscheinlichkeit auch nicht passiert, wenn man sie einfach gelassen hätte. Wie soll Politik bürgerfreundlich und transparent sein, wenn nur die Informationen rausgelassen werden, die diese Politik für nicht schädigend erklärt hat?

[1] http://www.ga-online.de/?id=540&did=18918